Autor:innen

Folgende Autorinnen und Autoren lesen und diskutieren an den diesjährigen Brugger Literaturtagen.

Flurina Badel

geboren 1983 in Lavin im Engadin, studierte nach einer Ausbildung zur Journalistin an der Kunsthochschule Basel sowie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Als Künstlerin arbeitet sie seit 2014 im Duo mit Jérémie Sarbach. Flurina Badel schreibt Lyrik und Prosa auf Rätoromanisch und Deutsch. Sie engagiert sich auch generell für die rätoromanische Literatur, so ist sie Redaktorin der rätoromanischen Literatursendung «Impuls» bei RTR und kuratiert Veranstaltungen wie das Festival LitteraturA Nairs. Sie lebt als Künstlerin und Autorin mit ihrer Familie in Guarda. 2019 veröffentlichte sie ihren ersten Lyrikband, «tinnitus tropic», der 2020 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet wurde. «tinnitus tropic» (2019, deutsche Übersetzung 2022)

Gianna Olinda Cadonau

geboren 1983 in Panaji, Indien, wuchs in Scuol im Engadin auf. Sie studierte Internationale Beziehungen in Genf sowie Kulturmanagement in Winterthur. Sie ist Leiterin der Kulturabteilung der Lia Rumantscha. Gianna Olinda Cadonau schreibt Lyrik und Prosa auf Rätoromanisch und Deutsch. Daneben schreibt sie regelmässig für die Sendung «Impuls» bei RTR und ist seit 2022 Redaktorin für Romanisch bei Viceversa Literatur. Sie lebt mit ihrer Familie in Chur. 2016 erschien ihr erster Gedichtband «Ultim’ura da la not – Letzte Stunde der Nacht». Er wurde 2017 mit dem Förderpreis der Schillerstiftung ausgezeichnet. «Ultim’ura da la not – Letzte Stunde der Nacht» (2016), «Pajais in uondas – Wiegendes Land» (2020)

Johanna Lier

geboren 1962, studierte Schauspiel in Bern und absolvierte einen Master of Arts in Zürich. Nach längerer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitete sie als Redakteurin bei der Wochenzeitung «WoZ». Recherchen und politische Projekte führten sie in den Iran, die Ukraine, nach Nigeria, Chile, Israel und Griechenland. Als politische Aktivistin setzt sie sich für die Einhaltung der Menschenrechte an den europäischen Aussengrenzen ein. Sie veröffentlichte Gedichtbände und zwei ihrer Theaterstücke wurden uraufgeführt. Sie schreibt Essays und Romane. Johanna Lier lebt als Schriftstellerin in Zürich.  U.a. «Stoffe» (2005), «Bring mir Jagdfang» (2016), «Wie die Milch aus dem Schaf kommt» (2019), «Amori. Die Inseln» (2021)

© Selene Magnolia

Joachim B. Schmidt

geboren 1981 in Graubünden, aufgewachsen als Bauernsohn am Heinzenberg, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Hochbauzeichner. 2007 wanderte er in seine Wahlheimat Island aus, wo er als Autor, Journalist und Reiseleiter arbeitet. Joachim B. Schmidt lebt mit seiner isländischen Partnerin und zwei gemeinsamen Kindern in Reykjavík. 2013 veröffentlichte er mit «In Küstennähe» seinen ersten Roman. Der 2020 erschienene Roman «Kalmann» wurde mit dem Crime Cologne Award ausgezeichnet und sein jüngster Roman «Tell» (2022) war auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste. U.a. «In Küstennähe» (2013), «Moosflüstern» (2017), «Kalmann» (2020), «Tell» (2022) 

© Eva Schram/Diogenes Verlag

Helga Schubert

geboren 1940 in Berlin, studierte an der Humboldt-Universität Berlin Psychologie. Sie arbeitete als Psychotherapeutin und Schriftstellerin in der DDR und bereitete 1990 als Pressesprecherin des Zentralen Runden Tisches die ersten freien Wahlen mit vor. Helga Schubert begann in den 1960er Jahren mit dem Schreiben. Sie veröffentlichte Prosatexte über das Leben im DDR-Alltag, daneben verfasste sie Theaterstücke, Hör- und Drehbücher. Einem breiteren Publikum wurde sie durch ihr dokumentarisches Werk «Judasfrauen. Zehn Fallgeschichten weiblicher Denunziation im Dritten Reich» (1990) bekannt. Mitte der 1990er Jahre zog sie sich aus der literarischen Öffentlichkeit zurück, bis sie 2020 mit den Geschichten «Vom Aufstehen» (2021) den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. U.a. «Lauter Leben» (1975), «Anna kann Deutsch» (1985), «Judasfrauen» (1990), «Vom Aufstehen» (2021)

© Isolde Ohlbaum

Wolfgang Büscher

geboren 1951 in Volkmarsen/Hessen, studierte Politische Wissenschaften in Marburg. Er ist Schriftsteller und Autor der «Welt» sowie Fernwanderer. «Er hat der Reiseliteratur», wie es im Deutschlandfunk hiess, «zu neuem Glanz verholfen.» Für sein Werk wurde Wolfgang Büscher vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kurt-Tucholsky-Preis, dem Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis und dem Ludwig-Börne-Preis. Etliche seiner Bücher schafften es in die «Spiegel»-Bestsellerliste. U.a. «Drei Stunden Null. Deutsche Abenteuer» (1998), «Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuss» (2003), «Deutschland, eine Reise» (2005), «Hartland. Zu Fuss durch Amerika» (2011), «Heimkehr» (2020)

Nava Ebrahimi

geboren 1978 in Teheran, Iran, ist in Köln aufgewachsen, wo sie Journalismus und Volkswirtschaftslehre studierte. Sie arbeitete als Redakteurin bei der «Financial Times Deutschland» sowie der Kölner «StadtRevue». Inzwischen lebt sie als freischaffende Autorin mit ihrer Familie in Graz. Nava Ebrahimi war 2007 Finalistin des Open Mike und 2013 Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens. Für ihren ersten Roman «Sechzehn Wörter» wurde sie 2017 mit dem Österreichischen Buchpreis, Kategorie Debüt, sowie 2019 mit dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Mit dem Text «Der Cousin» gewann sie 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. «Sechzehn Wörter» (2017), «Das Paradies meines Nachbarn» (2020), «Einander. Ein Buch, das Generationen verbindet» (2021)

Norbert Scheuer

geboren 1951 in Prüm in der Eifel, studierte nach einer Lehre als Elektriker mit Fachhochschulreife Physikalische Technik in Iserlohn. Danach Studium der Philosophie in Bonn und Düsseldorf. In den frühen 1980er Jahren begann er Lyrik und Prosa zu schreiben. Norbert Scheuer lebt seit 1987 als Schriftsteller in der Eifel. Er erhielt diverse Literaturpreise, unter anderem den «3sat-Preis» beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2006 und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2019. Zudem gelangte er 2009 mit «Überm Rauschen» auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises, 2015 mit «Die Sprache der Vögel» auf die Shortlist zum Preis der Leipziger Buchmesse und 2019 mit «Winterbienen» erneut auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises. U.a. «Ein Echo von allem» (1997), «Überm Rauschen» (2009), «Die Sprache der Vögel» (2015), «Winterbienen» (2019), «Mutabor» (2022)

Christoph Schneeberger aka X Schneeberger aka X Noëme

geboren 1976, aufgewachsen in Vogelsang und Birr/Aargau, studierte zunächst Philosophie und Soziologie in Zürich, danach Studienaufenthalt in Los Angeles. Es folgten erste schriftstellerische Arbeiten, Performances und fotografische Ausstellungen. Ab 2012 BA-Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, 2019 Master in Contemporary Arts Practice in Literature / Fine Arts an der HKB Bern. X Schneeberger verknüpft die verschiedenen Bereiche der Kunst und ist in vielseitigen Formen und Identitäten aktiv. Er lebt in Bern. 2020 erschien sein erster Roman «Neon Pink & Blue», für den er 2021 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet wurde. «Neon Pink & Blue» (2020)

Silvia Tschui

wurde 1974 in Zürich geboren. Sie studierte einige Semester Germanistik und absolvierte danach die Fachklasse Visuelle Gestaltung an der ZHdK. 2003 erwarb sie den Bachelor in Grafikdesign und Animation in London und war dort als Animationsfilm-Regisseurin tätig. Zurück in der Schweiz, arbeitete sie als Grafikerin, Journalistin und Redaktorin und schloss 2011 ihr Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel ab. Silvia Tschui lebt und arbeitet als Redaktorin und Schriftstellerin in Zürich. 2014 erschien ihr erster Roman «Jakobs Ross», der mit dem Anerkennungspreis des Kantons Zürich ausgezeichnet und fürs Theater adaptiert wurde. Mit ihrem zweiten Roman «Der Wod» (2021) war sie 2019 für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. «Jakobs Ross» (2014), «Der Wod» (2021)